Westerwälder Zeitung vom 24.03.1997
 
Musikalisches Können überzeugte

Stadtkapelle Westerburg begeisterte Zuhörer beim Frühlingskonzert in der Stadthalle

WESTERBURG. BAU. Mit einem abwechslungsreichen und schönen Konzertprogramm läutete die Stadtkapelle Westerburg den Frühling musikalisch in der Stadthalle Westerburg ein. Für diesen Reigen bekannter Melodien erntete sie wieder begeisterten Applaus.
Schon zur Tradition der Stadtkapelle Westerburg ist es geworden, zu einem Frühlingskonzert zu laden. Mit Schwung und ausgezeichnetem Können wurde vor vollbesetztem Saal ein Programm geboten, das zum Träumen einlud. Zu hören waren Stücke, die zum festen Repertoire der Kapelle gehören, solistische Beiträge und modernere Werke, die durch ihre gute Interpretation ebenfalls mit viel Beifall bedacht wurden. Unter der Leitung des Dirigenten Reinold Sedlacek spielten die Musikanten mit Feingefühl, akzentuierten die Motive und meisterten alle Parte mit großer Sicherheit.


Charmant moderiert

Beeindruckend war der gute Zusammenklang der einzelnen Stimmgruppen, das technische Vermögen sowie die Leichtigkeit, mit der dieser Frühlingsstrauß dargeboten wurde. Mit Charme führte Rolf Altgeld durch das Programm und gab kurze Einführungen zu den Komponisten und Werken.
Das Konzert wurde eröffnet mit dem "Konzertmarsch der Tschechischen Armee" von Metod Prckyl. Einen ersten Glanzpunkt bildete die folgende Ouvertüre zur "Schönen Galathé" von Franz von Suppé. Ein weiterer Höhepunkt stellte im ersten Konzertteil das "Concerto for Saxophon and Band" von Ronald Binge dar. Dieses Werk erinnerte an die Zeit der Stummfilme und wurde überzeugend vom Solisten Maik Pinkel und der Stadtkapelle intoniert.

Mit bekannten Filmmusiken ging es nach der Pause weiter. Der Marsch aus "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" (Ron Goodwin) regte mit seinen Tonbildern zum Schmunzeln an. Auch die von Johan de Meiy arrangierte "James Bond selection for Band" wurde gekonnt dargeboten und vom Publikum begeistert aufgenommen.

Die folgenden Stücke zeigten die beeindruckenden solistischen Fähigkeiten der Musikanten. Zu hören waren André und Heiko Kaiser, Heiko Kirchhöfer und Ulf Steinebach mit einem Solo für vier Klarinetten von Adolf Langer. Es folgte das Solo für drei Tenorhörner "Drei lustige Gesellen" von Hans Kamp, exzellent gespielt von Günter Jung, Albrecht Wolf und Maic Zimmermann. Mit großem Applaus gedankt wurde Uli Ferger für "Im tiefen Keller", ein Solostück für Tuba von Hans Joachim Rhinow. Eine ganz andere musikalische Note brachte das Galopp für Xylophon-Solo "Erinnerung an Zirkus Renz" von Gustav Peter, mit Bravour dargeboten von Dirk Schlag.


Solisten brillierten

Mit dem Konzert und den zwei Zugaben stellte die Stadtkapelle Westerburg ihre künstlerische Qualität eindrucksvoll unter Beweis. Die Zuhörer bedankten sich dafür mit reichlichem Applaus.